#1: Tipps von Europas bester Sourcing-Agentur
Shownotes
Erfahre, wie du mit den besten Sourcing-Strategien die perfekten Hersteller für deine Produkte findest.
In der ersten Folge von Königsdisziplin – Procurement Made in Europe geht es direkt um die zentrale Frage, warum und wann Unternehmen in Europa produzieren sollten – insbesondere, wenn sie ihre Kosten langfristig betrachten.
Warum der Stückpreis allein nichts aussagt! Für welche Warengruppen ist Europa sinnvoll? Warum ist Procurement heute eine strategische Managementdisziplin? Gemeinsam mit Co-Moderatorin Birgit Eschbach spricht Host Margot Königshofer offen und mit guten praktischen Beispielen über die Realität globaler Lieferketten, Cashflow-Fallen, Qualitätsrisiken und strategische Alternativen in Europa.
Fragen & Feedback: Dieser Podcast lebt vom Austausch. Schickt eure Fragen, Gedanken oder Themenwünsche – sie fließen in kommende Folgen ein.
Kontakt & Infos:Host: Margot Königshofer, CEO/Founder www.procfit.at https://www.linkedin.com/in/margot-königshofer/
Moderatorin: Birgit Eschbach https://www.linkedin.com/in/studiovenezia/?originalSubdomain=de
Dieser Podcast ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company: https://www.studiovenezia.de/
Transkript anzeigen
00:00:01: Willkommen bei Königsdisziplin Procurement Made in Europe.
00:00:04: Hallo, ich bin Margaret Königshofer.
00:00:07: In diesem Podcast geht es um modernes Procurement, um Lieferketten, um Qualität, Kosten und vor allem um kluge Entscheidungen in der Produktentwicklung.
00:00:16: An meiner Seite ist Birgit Eschbach.
00:00:18: Sie begleitet diese erste Folge als Co-Moderatorin und stellt die Fragen, wie viele von euch im Kopf haben.
00:00:25: Oh Gott, ganz herzlichen Dank und erst mal Glückwunsch zu deiner ersten Podcast-Folge.
00:00:29: Das ist ja so eine Premiere, ist ja auch immer etwas Aufregendes.
00:00:32: Toll, dass du das jetzt hörbar machst, was du machst, was dich umtreibt.
00:00:36: Und ich freue mich, dass ich genau diese Position der, ich sag mal, kritischen Nachfragerin oder auch potenziellen Kunden von euch hier heute stellvertretend geben kann.
00:00:46: Und ich gehe direkt mal rein mit der ersten Frage, die mir durch den Kopf geschossen ist, als ich dich und deinen Angebot, euer Angebot kennengelernt habe.
00:00:53: Warum produzieren eigentlich so viele Unternehmen in Asien?
00:00:57: Ja, Birgit, ich freue mich auch riesig auf den Podcast.
00:01:00: Freue mich, dich da auch an meiner Seite zu haben.
00:01:03: und gute Einblicke geben zu können.
00:01:05: Die Einstiegsfrage ist auch gut.
00:01:08: Viele Unternehmen, die produzieren in Asien, weil es über Jahre einfach zur Norm wurde.
00:01:13: Die Kapazitäten, die Preise, die Lieferketten, alles hat sich dort aufgebaut.
00:01:19: Man hat kaum noch daran gedacht, anderswo zu sourcen.
00:01:22: Und dann kam Corona.
00:01:24: Du kannst dich erinnern.
00:01:25: Lieferketten brachen zusammen.
00:01:28: Die Medien waren voll von Berichten, Staus am Suezkanal und so weiter und so fort.
00:01:35: Abhängigkeiten wurden sichtbar und das war ein klarer Wendepunkt.
00:01:40: Heute zeigt sich, liebe Birgit, Prokür mit Europa ist nicht mehr nur Kostenkontrolle, sondern Strategie, Resilienz und Zukunftssicherung.
00:01:51: Also es geht ganz klar.
00:01:52: um Strategie und nicht um irgendeine Ideologie.
00:01:56: Es geht um Planbarkeit, Geschwindigkeit und Nachorderfähigkeit.
00:02:00: Ich bin da ganz gespannt.
00:02:01: Ich freue mich da auf, dass wir genau in diese Punkte reingehen, die zu vom ersten Bauchgefühl, würde ich bei allen sagen, kann ich total nachvollziehen.
00:02:07: Und ja, Corona war so ein Wendepunkt, wo auf einmal einem das wieder bewusst geworden ist, was das dann heißt, wenn die Verketten komplett auseinanderbrechen und wir vor leeren Regalen standen und ma Gott auch heute teilweise noch stehen.
00:02:22: kannte, dass bis Corona nicht, dass ich im Supermarkt vor einem leeren Regal stand und es lag nicht daran, dass das Personal nicht aufgefüllt hat, sondern die Ware ist nicht da.
00:02:33: Und das haben wir teils heute noch.
00:02:35: genau so ist das.
00:02:36: Und deshalb gilt es halt umso mehr, da drauf zu schauen.
00:02:40: und ja, es gibt Alternativen und eine dieser Alternative Gespräche heute und da freue ich mich, um in die Tiefe zu gehen.
00:02:47: Aber weißt du, das Hauptargument, was ja immer kommt, ist doch, ist Europa nicht automatisch teurer und kann nicht mehr im Wettbewerbsumfeld überhaupt leisten, ein teureres Produkt auf den Markt zu bringen.
00:02:58: Ja, also diese Frage, liebe Birgit, ich höre euch total oft von vielen meiner Kundinnen und Kunden und da bringe ich wirklich sehr gerne Klarheit.
00:03:09: Und zwar, man muss hier die Gesamtkosten betrachten.
00:03:14: Also man darf hier nicht nur auf den Stückpreis schauen.
00:03:17: Es ist so, viele Unternehmer Die schauen nur auf den Stückpreis, wenn sie jetzt in Asien produzieren.
00:03:23: Sagen wir einen Euro pro Teil.
00:03:25: Ja.
00:03:26: Und die denken
00:03:26: dann, ja, das ist günstig, passt.
00:03:29: Aber wenn man den Total Cost of Ownership, also die Kosten über den gesamten Lebenszyklus betrachtet, sieht das anders aus.
00:03:37: Denkebier geht an Transport, Zoll, Lager, Risiko, Lieferverzögerungen, Qualitätskontrollen.
00:03:43: plötzlich ist der günstige Preis vielleicht zwei oder drei Euro pro Teil.
00:03:50: Man kann das gut mit Marketing vergleichen.
00:03:52: Niemand kauft tausend Klicks auf Ads, nur weil sie billig sind, ohne die Gesamtkosten pro Conversion zu betrachten.
00:04:00: Also wer nur auf dem Preis schaut, verliert am Ende Effizienz und Wirkung, egal ob in Marketing oder Procurement.
00:04:07: Die Lektion DCO muss immer den Blick auf das ganze große Werfen nicht nur auf den niedrigsten Preis.
00:04:14: Und da würde ich gerne noch ein Beispiel bringen, wenn du Lust drauf hast.
00:04:17: Ja
00:04:18: klar.
00:04:18: Weil,
00:04:19: kam gestern auf, musste ich sofort an dich denken, dachte ich mir, das bringe ich heute in unserer ersten Folge.
00:04:25: Ja,
00:04:25: ja.
00:04:27: Gesamtkosten hängt ja auch immer so ein bisschen mit dem Thema Cashflow zusammen.
00:04:31: Also wann muss ich denn was bezahlen?
00:04:33: Und auch dafür ist ja Asen bekannt, dass du eigentlich immer alles ab Front bezahlen musst, bevor du überhaupt irgendwie eine Ware gesehen hast.
00:04:43: So ging es einen Kunden von mir, also jetzt Kunde.
00:04:46: Der ist im Bereich Gartenonline-Shop tätig.
00:04:49: Der hat Heizstrahler bestellt.
00:04:52: In Asien, im Wert von achtzigtausend Euro.
00:04:55: Alles war bezahlt, befindet sich jetzt gerade alles am Seeweg.
00:05:00: Und jetzt wurde er von Amazon kontaktiert.
00:05:03: Er hätte ein Patent verletzt und er kann das Ganze vergessen.
00:05:07: Er braucht das auf Amazon nicht mehr verkaufen.
00:05:11: Ach
00:05:12: du, liebes Lieschen.
00:05:13: Genau.
00:05:14: Okay.
00:05:15: Ein gutes Beispiel, ein gutes Beispiel, gerade weil du gesagt hast, die Ware ist vorab bezahlt, sie ist auf dem Seeweg, diese Gesamtkosten zu betrachten, dann würde ich jetzt gerne wirklich noch mal in diese Details reingehen.
00:05:28: Lass uns das vielleicht mit den Argumenten, die du gebracht hast, nacheinander mal in der Tiefe anschauen, wenn du da ... Du jetzt Zeit hast und hoffentlich auch unsere Podcast-Hörer, du hast die Zeit.
00:05:44: Ich glaube, dass das nämlich echt spannend ist, zu sagen, Moment mal, was ist denn dieser Gesamtpreis?
00:05:49: Weil wie du sagst, wir schauen auf diesen niedrigen Einkaufspreis, auf den Preis der Stückzahl.
00:05:56: Du hast gerade Cashflow erwähnt, du hast Risiko erwähnt, du hast die langen Lieferzeiten auch erwähnt, das Risiko auch, dann ist die Ware da und ich brauche vielleicht gar nicht die hohe Stückzahl.
00:06:04: Lass uns da mal im Detail reingehen.
00:06:07: Was bedeutet das?
00:06:07: zum Beispiel den Unterschied in der Bezahlung der Ware?
00:06:12: Das wäre jetzt für mich mal der erste Punkt, wenn ich in Asien bestelle.
00:06:17: Korrigier mich bitte, mein Bauchgefühl ist, dass ich in Asien auch direkt Containerweise bestelle, große Stückzahlen.
00:06:25: Du hast gerade von, waren es, Achtzigtausend, Heizstrahler oder Achtzehntausend gesprochen.
00:06:30: Also.
00:06:30: Waren
00:06:31: wert von Achtzigtausend.
00:06:32: Waren
00:06:32: wert von Achtzigtausend, ja.
00:06:34: Also das heißt ja, es geht um die Bestellmenge und damit auch um den hohen Betrag, der vorab zu zahlen ist, richtig?
00:06:42: Genau.
00:06:42: So ist es, lass uns da gerne in die Tiefe gehen, weil genau das sind ja die Punkte oder das sind ja die harten Argumente, warum Europa punktet.
00:06:51: Ja.
00:06:52: Ja.
00:06:53: Wie ist das denn dann, wenn ich jetzt also einen Container eines Produktes bestelle, habe ich in Asien das komplett vorab zu zahlen?
00:07:02: Also, wenn du ein Business Startest, ist es die Faustregel, alles vorab zu bezahlen.
00:07:07: Manchmal lassen sie sich dann weich klopfen, dass man sagt, okay, direkt bei Auftragsvergabe und siebzig Prozent, bevor die Ware den Hafen verlässt.
00:07:18: Aber das ist ja alles upfront.
00:07:21: Aber du wollte
00:07:21: gerade sagen, das heißt, du zahlst schon bei Auftrags, also die Produzifange erst mit der Produktion an, wenn das Geld auf dem Konto ist.
00:07:29: Meistens, genau so.
00:07:31: Und dann vielleicht, wenn du länger mit denen Business machst in Asien, zählt ja auch ganz stark das Beziehungsmanagement, wie wir alle wissen, die Vorortbesuche.
00:07:40: Wenn du dann gute Mengen fährst und wenn du dann ein gutes Beziehungsmanagement hast, okay, vielleicht gelingt es dir, dass du den letzten Teil, aber das sind oft zwanzig Prozent, dann bezahlst du, wenn du die Ware hast.
00:07:52: Aber das ist wirklich das letzte, letzte von Kuchenstück.
00:07:55: Wenn dir das gelingt, das gelingt nicht vielen.
00:07:58: Das gelingt ja auch nur, wenn du dann richtig groß bist.
00:08:00: Üblicherweise alles upfront.
00:08:03: Und das ist in Europa halt der große Unterschied.
00:08:06: In Europa bezahlst du.
00:08:08: Bei der ersten Bestellung, okay, wollen die schauen, bist du in finanziell fittes Unternehmen, da zahlst du meistens zwanzig Prozent an und den Rest nach erhalten.
00:08:19: Aber das ist so ein großer Unterschied.
00:08:21: Ja,
00:08:22: jetzt kommt es noch wieder ab.
00:08:23: Der zweiten, dritten Bestellung hast du vierzehn Tage, dreißig Tage Netto, was halt ein Traum für den Cashflow ist und vor allem für ein münches Unternehmen oder für einen Online-Händler, für einen Online-Shop, der auch startet und sich etablieren möchte.
00:08:39: Ich hätte jetzt gedacht, wenn du jetzt gesagt hast, da muss man Fünfzig, Fünfzig zahlen.
00:08:43: Aber das ist natürlich wirklich ein massiver Unterschied.
00:08:47: Plus, man muss jetzt auch mal eins sehen, üblicherweise kommt die Ware aus Asien.
00:08:54: Sie muss erst produziert werden, dann geht sie üblicherweise.
00:08:57: Ich glaube, der Seeweg hat einen höheren Anteil als Luftfracht, oder?
00:09:00: Ja,
00:09:01: weil er günstiger ist.
00:09:02: So schnell,
00:09:03: super teuer.
00:09:04: Und wie lange ist dann so ein Container unterwegs?
00:09:08: ist dann, wenn die Ware verpackt ist.
00:09:09: Von bis,
00:09:10: von bis.
00:09:10: Aber so im Schnitt ist ein Container drei Monate unterwegs.
00:09:13: Ich kenne aber Beispiele in den Stoßzeiten, wo man auch sechs Monate wartet.
00:09:20: Was ein Wahnsinn.
00:09:22: Ja, ja.
00:09:23: Du, diese Lieferzeit hat sich das verändert nach Corona.
00:09:28: Also die reine Seestrecke dauert nicht drei Monate.
00:09:31: Woran liegt das?
00:09:32: Ja, es hat sich durch Corona verändert, war aber teilweise vorher auch schon so, nur vorher war die Akzeptanz irgendwie höher.
00:09:40: I don't know.
00:09:41: Also jetzt kommt das halt alles mehr vor, warum.
00:09:45: die Konkurrenz wird auch größer.
00:09:48: Man muss immer schneller werden, man muss immer günstiger, günstiger heißt für mich, Tissier, oh, ja, das will ich gleich vorhelfen.
00:09:55: Man muss immer günstiger werden.
00:09:58: Also stelle jetzt mal vor, du hast saisonale Produkte, du hast ein saisonales Business, ja.
00:10:02: Einfach bei dem Heizstrahler.
00:10:05: Man braucht die Heizstrahler jetzt im Sommer, wenn die, oder jetzt vor Ostern, wenn die Saison draußen sitzen, losgeht und man noch die frischen Abender hat, ne?
00:10:14: Ja, zum Beispiel so.
00:10:15: Und jetzt, wie wirst du ein Business planen, wenn es halt, ne?
00:10:20: wenn deine Ware so lang unterwegs ist.
00:10:22: Das wird halt schwierig, gerade immer schwierig auch, oder?
00:10:25: Das Beispiel Nachorder.
00:10:26: Wenn du nachordern musst, du musst dir irgendwie für dich, für den Unternehmen eine stabile Lieferkette aufbauen.
00:10:33: Du musst dir wissen, okay, übers Jahr verteilt, brauche ich dann dann meine Ware.
00:10:38: Und das ist halt, man muss sich halt auch anschauen, die sogenannten Opportunitätskosten, die du auch hast.
00:10:45: Ja.
00:10:45: Was ist das?
00:10:46: Viele von euch wissen das.
00:10:47: Ich weiß es, aber ich erkläre es ganz gerne noch mal.
00:10:50: Also die Zeit, wo du keine Ware verkaufen kannst, weil du keine hast.
00:10:58: Welche Kosten entstehen der dann?
00:10:59: Die sogenannten Opportunitätskosten.
00:11:01: Auch die muss man sich anschauen im Gesamtbild.
00:11:04: Und was mir gerade durch den Kopf geht, jetzt nur mal angenommen, also nach drei Monaten kommen die Heizstrahler an, dann müssen die auch irgendwo eingelagert werden.
00:11:12: Das heißt, du hast ja hier auch noch mal Kosten für eine viel höhere Lagerfläche und Verwaltungsfläche, als wenn du jetzt sagst, du ordest in kleineren Stückzahlen, ich sag jetzt mal so mehr und demand von europäischen Nachbarländern.
00:11:30: Ja, exakt.
00:11:33: Zu dem Thema Kosten, wie sieht das aus, da möchte ich gerne noch beibleiten, wie sieht das zum Beispiel jetzt auch aus mit Währungsschwankungen?
00:11:40: Wie zahlt, also wenn ich jetzt hier in Europa bestelle, zahle ich einen Euro, da weiß ich genau, kann ich kalkulieren, wie sieht das aus bei Einkauf auf asiatischen Märkten?
00:11:50: Ja, also das ist zu vernachlässigen, das ist jetzt keine Tragödie oder das ist jetzt nichts, was sich jetzt herausheben wird.
00:11:57: Das ist eine Tragödie in der gesamten Geschichte.
00:12:00: Okay,
00:12:01: okay.
00:12:01: Also irgendwelche Abhängigkeiten vom Dollar und Kursschwankungen sind da marginal.
00:12:08: Nee,
00:12:08: das ist marginal.
00:12:09: und ja, können wir ein Häkchen machen.
00:12:12: Können wir ein Häkchen dran machen?
00:12:13: Dann würde ich sagen haben wir das Thema Preis uns jetzt schon mal angeschaut.
00:12:17: Ein Punkt vielleicht noch, der auch in den Preis rein spielt, aber auch schon in das Thema Qualität oder möglichen Reglamationen.
00:12:23: Brauche ich nicht in Asien auch jemand, der Idealerweise von meinem Unternehmen oder von einem Partnerunternehmen eine Qualitätskontrolle macht, weil woher weiß ich denn, ob das was produziert ist und aufs Schiff geht, auch dem entspricht, was ich an Qualitätsansprüchen habe.
00:12:41: Genau, auf jeden Fall.
00:12:42: Also in Asien kommt da, ja die haben auf Partnerbetriebe oder die machen das halt in Haus.
00:12:47: Du bist halt nicht dabei, das ist das halt.
00:12:49: Du musst dich halt verlassen, du brauchst da ein gewisses Grundvertrauen und das endlich weißt du halt nicht.
00:12:56: ob das Zertifikat dem auch entspricht, was du dann auch bekommst.
00:13:02: Es passiert ja auch sehr viel in der Welt.
00:13:04: Man muss ja nur Augen und Ohren offenhalten.
00:13:07: Ich habe erst vor kurzem zum Beispiel eine Reportage gesehen auf ORF-III.
00:13:11: Da ging es um Chiiin und Temu.
00:13:15: Da hat man auch zum Beispiel gezeigt, wie man auch versucht, nach Europa jetzt noch mehr und noch stärker reinzukommen, also der Asiaten, ohne die hohen europäischen Qualitätsstandards zu erfüllen.
00:13:28: Beispielsweise geht jetzt Xi'in her, baut Leger in Ungarn, bringt die Ware von China nach Ungarn und von Ungarn geht es dann gut nach Europa weiter.
00:13:39: Und ja, wir wissen, in Ungarn wird hier nicht so die Qualitätskontrolle stattfinden, die man halt in Europa üblicherweise hat.
00:13:48: Und da passieren jetzt so viele Dinge, Und da muss man sich halt einfach überlegen, okay, wo will ich es da dägeschchen?
00:13:54: Und wo will ich aus dem Unternehmen hin?
00:13:55: Und was macht für mich Sinn?
00:13:57: Du hast jetzt Thema und Schälen angesprochen.
00:13:59: Da kommt ja noch hinzu.
00:14:01: Korrigier mich bitte.
00:14:02: Ich bin nicht so ganz im Thema drin.
00:14:03: Aber das, was ich mitbekommen, heißt, dass das auch noch mal subventionierte Unternehmen sind, die also gar nicht die reellen Preise auszeichnen, sondern bewusst niedrig anbieten können, weil sie sagen, es geht jetzt um Marktanteile in Europa.
00:14:18: Ja.
00:14:19: Genauso ist es.
00:14:20: Und diese ganzen anderen Online-Händler, es gibt ja so viele Online-Händler mittlerweile, die sind ja aus der Erde geschossen in Österreich, sag mal, wie Schwammal, ja?
00:14:31: Ja,
00:14:31: ja.
00:14:31: Für
00:14:32: die wird das jetzt so schwierig, weil diese, ja, Skien und
00:14:38: Co.,
00:14:38: ich sag's mal so, so eine Mengen und Preispolitik fahren, da kannst du auch nicht mehr mithalten.
00:14:45: Ja, ich glaube, es hängt mit Sicherheit auch noch mal so ganz davon ab, welche Branchen auf der Suche nach Einkaufskapazitäten sind.
00:14:52: Da werden wir mit Sicherheit auch noch mal in einer weiteren Folge darauf eingehen.
00:14:56: Wo macht das Sinn?
00:14:57: Worin unterscheidet sich das?
00:14:58: Wo sind Risiken?
00:14:59: Wenn ich jetzt alleine denke, du hast gerade gesagt, auch so europäische Standards, Regelwerke, wenn ich jetzt an Kinderspielzeug denke.
00:15:06: Kindermöbel, Kinderkleidung, wo sich viele Gedanken machen, mit welchen Farben, mit welchen Dämpfen werden da auch meine Kinder konfrontiert, wenn ich da Sachen ins Kinder-Spielzimmer-Stelle, die eben nicht diesen Standards entsprechen.
00:15:20: Das schauen wir uns mit Sicherheit noch mal in einer weiteren Folge an.
00:15:23: Ich möchte gerne jetzt noch mal so ein bisschen weiter verstehen, wie diese Risiken sind, wenn ich jetzt sage, ich bestelle in Asien.
00:15:32: Wir haben jetzt gerade über diese Qualitätskontrolle gesprochen.
00:15:36: Was ist denn, wenn jetzt zum Beispiel Ware ankommt und ich sage Entschuldigung, ich hatte euch ein Muster, wir hatten ein Muster besprochen.
00:15:43: Ihr habt das Muster.
00:15:44: Ich habe das Muster.
00:15:45: Das, was hier angekommen ist, entspricht nicht dem Muster.
00:15:48: Das muss jetzt nachgebessert werden oder neu geliefert werden.
00:15:53: Wie sieht dieser Reklamationsfluss in Asien aus und wie ist das im Vergleich dazu in Europa?
00:15:58: Ja, also halt schwierig.
00:16:00: Das Thema hat man ja schon.
00:16:01: Also wirklich schwierig, eine Ware zu reklamieren, die zu hundert Prozent bezahlt hast.
00:16:06: Schwierig, eine Ware zu reklamieren, wenn du keinen Ansprechpartner hier vor Ort hast.
00:16:11: Also.
00:16:13: Ja, logisch.
00:16:14: Das Geld ist ausgegeben.
00:16:17: Du hast ja gar nicht mehr diese Macht in der Hand zu sagen, du besterst jetzt nach oder lieferst neu, weil ich es dann die Rechnung bestelle, zahle logisch.
00:16:26: Also mir ist es wichtig, auch bei deinem Podcast an all die Leute, die den hören, ich will China, Asien nicht schlechtrennen.
00:16:34: Keinesfalls.
00:16:36: Es
00:16:36: gibt noch immer... Kategorien, Warngruppen, wo das absolut Sinn macht, dass man dort bleibt, zu dem Thema kommen wir später.
00:16:44: Aber und das möchte ich auch, das ist mir so ein persönliches Anliegen, dass ich das in die Welt raus kommuniziere.
00:16:50: Es gibt so drei harte Argumente für Europa.
00:16:54: Argument Nummer eins sind einfach die Lieferzeiten und die Reaktionsfähigkeit.
00:16:59: Argument zwei, Qualität und Reklamation.
00:17:03: Argument drei, Cashflow und Gesamtkosten.
00:17:06: Das alles spricht für Europa und das ist wir unschlagbar.
00:17:12: Ja, ist toll,
00:17:13: dass
00:17:14: du das so siehst und dass wir das jetzt den Podcast auch so hörbar machen.
00:17:18: Ich bin sicher, wir haben den einen oder anderen an den Empfangsgeräten, der sagt, ach, das hört sich jetzt alles schön an, aber die Wahrheit ist eine andere.
00:17:26: Wir werden in den Show Notes, findet ihr den Kontakt zu Margot, wir werden den Podcast auf Social Media verlinken.
00:17:32: Schreibt uns gerne, es kommen weitere Folgen, schreibt uns gerne eure Fragen rein, weil dieser Podcast soll wirklich ein Serviceangebot für euch sein, um eure Fragen zu beantworten und genau mit euch in Austausch zu gehen.
00:17:46: Ihr könnt natürlich auch sofort zum Hörer greifen und mal Gott anrufen.
00:17:50: Aber wenn ihr sagt, hey, bespreche das doch mal ganz offen und ehrlich im Podcast, denn das soll es sein, soll wirklich ein offener und ehrlicher Austausch sein, dann machen wir das sehr gerne in einer der nächsten Folgen, oder?
00:18:01: Genau, voll gerne.
00:18:02: Das soll ein Podcast sein, der einfach die Vorteile zeigt, der der Leuten hilft, die Show zu verlieren, der vielleicht ein bisschen ein Eye-Opener ist, um zu sagen, ah, ja, hey, das, was die Margot sagt, stimmt.
00:18:16: Und dann habe ich ja noch gar nicht gedacht, ja.
00:18:19: Weißt du, Margot, dieser Punkt, das ist mir jetzt gerade so klar geworden, dass du eingangs gesagt hast, man... Hat bis zu Corona gar nicht mehr darüber nachgedacht in Europa zu produzieren.
00:18:29: oder wenige sagen was so war so automatisch dass du gedacht hast ja günstige wahre hochstück zahlen kommen aus asien und bleiben jetzt mal zum beispiel in dem segment.
00:18:41: wo Europa auch einen sehr guten Ruf hat im Fashion-Bereich, dass du denkst, ja, wenn ich jetzt einen tollen Cashmere-Pullover von einem italienischen Design aber stelle, dann weiß ich, der wird in Italien hergestellt und ich weiß aber auch, dass auch europäische Hersteller vielen Asien machen lassen.
00:18:58: Es ist ja auch so eine Verunsicherung der Bevölkerung da, der Kunden, dass du gar nicht mehr so genau weißt, was kommt jetzt wirklich aus Europa, was kommt aus Asien und was bin ich... Bin ich es mir auch wert für diese Kashmir-Jacker, die jetzt vielleicht auch mal zehn Jahre halten darf, weil brauche ich nicht jedes Jahr eine neue, auch dafür auszugeben.
00:19:16: Genau.
00:19:17: Das hat ganz viel damit zu tun, weil will ich als Unternehmer hin.
00:19:22: Will ich in einen Manufaktum-Store rein?
00:19:25: Manufaktum, der hat Produkte ausschließlich in Europa gefertigt.
00:19:31: oder will ich halt In Schiin-Themo will ich woanders rein.
00:19:37: Und es ist so.
00:19:39: Für manche macht Europa Sinn, für manche nicht.
00:19:42: Und da will ich jetzt eh dann gerne eingehen, weil ich glaube, das interessiert die Hörerinnen und Hörer auch brennend.
00:19:49: Ja,
00:19:50: das ist ja so ein Argument.
00:19:51: Also wenn man jetzt bei dir anruft und sagt, ich habe eine Produktidee, oder ich habe, sagen wir mal, ich fand das mit dem Heizstrahler.
00:20:00: Ich
00:20:02: würde jetzt sagen, ich ruf mal bei dir an und erkundige dich mal, welche Chancen ich in Europa habe, bekomme ich die Ware dort, zu welchen Konditionen.
00:20:11: Du gehst ja da auch im ersten Schritt in so eine Beratung, dass du schaust, Warengruppen, Zielpreis.
00:20:17: Also wo bist du da dann auch offen und ehrlich und sagst, pass mal auf, das macht keinen Sinn.
00:20:23: Bleib mal schön in Asien.
00:20:24: Absolut.
00:20:26: Absolut Birgit.
00:20:27: Es ist auch so, Europa macht nicht für jeden Sinn.
00:20:30: Europa macht für kurzfristige Kostendenker keinen Sinn.
00:20:34: Noch
00:20:34: mal für kurzfristige Kostendenker.
00:20:37: Ja,
00:20:37: damit meine ich, kurzfristige Kostendenker sind für mich, die nur den Einkaufspreis sich anschauen.
00:20:42: Das Beispiel, was ich vorher erwähnt habe,
00:20:44: ist für die
00:20:45: Gesamtkosten anschauen.
00:20:46: Das
00:20:47: für mich
00:20:47: kurzfristige Kostendenker macht keinen Sinn.
00:20:51: Macht auch für bestimmte Warengruppen keinen Sinn, wenn du jetzt jemand bist.
00:20:57: der Standardartikel, wie Gummimaten oder Gartenzäune verkaufen möchte.
00:21:04: Ja.
00:21:05: Ja.
00:21:05: Die, die du
00:21:06: auch überall woanders findest, die kannst du eins zu eins vergleichen, die du dann auf Amazon verkaufen möchtest.
00:21:12: Ja.
00:21:13: Das macht keinen Sinn, nach Europa zu gehen.
00:21:15: Die Gummimaten können in Italien produziert werden, aber in so einer Kategorie bist du einfach zweihundert Prozent deurer.
00:21:23: Das ist auch eine Kategoriefrage.
00:21:26: Ja.
00:21:27: Ich nenne das halt immer so, wenn ich diese Beispiele bringe, diese Standardartikel eins zu eins vergleichbar ist, en masse überall woanders gibt.
00:21:38: Aber
00:21:39: Europa macht Sinn für Möbel, Kosmetik, Textilprodukte, Lebensmittel, Getränke, Verpackungsmaterial, technische Produkte, Spritzkos, Metall und so weiter und so fort.
00:21:52: Also da gibt es viele, viele Möglichkeiten in Europa.
00:21:56: Ich habe gerade bei allem genickt und gesagt, ja klar, ja klar, ja klar.
00:22:01: Als du gesagt hast, technische Produkte gingen bei mir sofort dieses, was technische Produkte kommen, die nicht alle aus Asien an.
00:22:07: Aber ja, auch da glaube ich gerne, dass das Sinn macht, sich auch hier Europa anzuschauen.
00:22:15: Wir reden nur über die ganzen Einzelteile, die ein technisches Produkt braucht und wo es dann eben auch wieder dazu führen kann, dass deine Ware nicht kommt, weil irgendeine Halbleiter oder was auch immer fehlt.
00:22:25: Aber jetzt stelle ich, gehen wir kurz auf die technischen Produkte ein, weil das ist ein schönes Beispiel.
00:22:30: Wir haben so viele Produkte, die den am Tisch, ja, das sind Patente dahinter, das sind Innovationen, das sind komplett neue Produkte, die hat die Welt noch nicht gesehen.
00:22:41: So, die in Asien zu produzieren, ist wirklich ... Wirklich gefährlich, weil das wird so schnell kopiert, so schnell kannst du nicht schauen.
00:22:50: Wenn du ein Produkt entwickelst, dann musst du vor Ort sein, dann musst du dabei sein.
00:22:54: Dann musst du die Hoheit der Daten haben, der Spezifikationen.
00:22:58: Das alles muss dein Eigentum sein, das musst du übergeben werden.
00:23:02: Das kannst du in Asien gar nicht machen.
00:23:04: Also wenn du sowas auf den Markt bringen willst, dann musst du nach Europa gehen.
00:23:09: Wenn du eins zu eins nochmal Gummimaten, Gartenzäune kopieren willst.
00:23:16: oder technische Geräte, auf die es keinen Patent gibt oder wo du keine Innovationen, keine Innovations-Liedership beanspruchs.
00:23:24: Aber interessant, dass du sagst, dass das auch immer noch so ist.
00:23:27: Es wird kopiert, es sind da einfach Risiken, die da mit rein spielen.
00:23:32: Und wie sieht das denn mit dem Qualitätsbewusstsein aus?
00:23:36: Also ist dieses Met in Europe, Met in Germany, Met in Austria.
00:23:40: sind das auch noch Verkaufsargumente im Handel?
00:23:43: Wenn wir jetzt mal weggehen von Schäien und gehen mal in Deutschland in der Galerie Kaufhof in Media-Markzatoren, gibt es dort auch bewusst, vielleicht ist gerade Löwe eigentlich, weiß gar nicht, ob die in Deutschland noch produzieren, aber es gibt ja so Marken, ja, da holst du Löwe Fernseher statt den Sony Fernseher.
00:23:59: Spielt das, deiner Meinung nach, du kriegst das vielleicht ja auch vom Markt mit, auch im Verkauf also Richtung, also Kundenorientiert wieder eine größere Rolle?
00:24:07: Also... Ich bekomme zu meinen Kundinnen mit.
00:24:10: Das ist eh interessant, war für mich auch so ein bisschen überraschend.
00:24:13: Die sagen zu mir, Made in Germany ist jetzt nicht mehr so der Runner, aber Made in Europe total.
00:24:20: Also Made in Europe.
00:24:21: Ja, aber Made in Germany gar nicht so.
00:24:25: Wir verraten mal, gerade wo wir sitzen.
00:24:27: Von wo nimmst du auf?
00:24:28: Wo bist du?
00:24:29: Wo ist deine Firma ansässig?
00:24:31: Meinst du, wo meine Firma ansässig ist?
00:24:35: Ich bin, das hört man, glaube ich, auch von meinem Dialekt.
00:24:37: Ich bin Österreicherin.
00:24:39: Meine Firma ist in Österreich ansässig.
00:24:41: Genau.
00:24:42: Unsere Kunden kommen aber die meisten aus Deutschland, der Schweiz und ein kleiner Teil aus Österreich.
00:24:48: Ja, also ganz der deutschsprachige Raum.
00:24:49: Und ich bin so im Norden von Deutschland ans Essig.
00:24:52: Deswegen das Beispiel, was ich jetzt gerade gebracht habe, dass ich die europäischen oder die deutschen Handelsketten nenne.
00:24:59: Aber das ist natürlich auch sehr interessant, dass du sagst, Matt in Germany ist nicht mehr so relevant, aber Matt in Europe ist auch ein spannender Aspekt.
00:25:06: Und was mir noch wichtig ist zu erwähnen.
00:25:08: Ich meine, das weiß man ja auch.
00:25:10: Dort, wo der größte Wertschöpfungsteil passiert, das darfst du raufschreiben.
00:25:14: Und jetzt ist es auch so, weil wir vorher das Thema hatten, wo produziert man in AS in Europa, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wo man hingeht, wo macht es hin.
00:25:24: Es gibt auch eine andere Option noch, die wir auch manchmal fahren.
00:25:29: Das ist eine Mischung.
00:25:31: Das ist eine Mischung.
00:25:33: aus Europa und Asien.
00:25:34: Das klingt jetzt mal komisch auf den ersten Blick, aber es gibt bestimmte Wadengruppen.
00:25:39: Das sind Schlafsäcke, Rucksäcke, Sportrucksäcke, Dachzelte.
00:25:47: Das sind Aluminium-Sportflaschen.
00:25:50: Da ist froh, dass wir eine spezielle Systematik fahren und zwar, da etablieren wir Systemlieferanten in Europa.
00:25:58: Das heißt, die haben ihren Hauptsitz in Deutschland.
00:26:01: In Deutschland basiert die Produktentwicklung.
00:26:05: Du hast als Kunde deutsche Rahmenlieferverträge, aber die Produktion der Produkte selbst ist in Asien.
00:26:14: Warum?
00:26:15: Weil das Kategorien sind, da ist Europa noch nicht so weit.
00:26:20: Da kommst du vom Gesamtpreis auch nie dorthin, wo du sagen musst und da ist die Konkurrenz zu stark.
00:26:27: Also das sind auch interessante Modelle, aber das sagen wir trotzdem.
00:26:31: Nein, nicht direkt in Asien über einen Systemlieferanten, weil ich ich highlighte nochmal die Vorteile.
00:26:37: Ansprechpersonen hier, Produktentwicklung hier, du kannst hinfahren.
00:26:41: Rahmenvertrag hier.
00:26:43: Zahlungskondition, europäisch, vierzehn Tage, dreißig Tage, netto, keine Vorauskasse.
00:26:50: Das ist dann so eine halbe Lösung, aber auch schon besser und sicherer.
00:26:55: Es geht ja auch bei der Lieferkettenmanagement immer um Sicherheit als die komplette hundert Prozent Asienversion.
00:27:03: Margot, wie heißt eure Firma?
00:27:05: Die müssen wir jetzt im Podcast auch einmal nennen.
00:27:07: Ja, stimmt eigentlich.
00:27:10: Meine Firma, das ist die PROC FIT.
00:27:12: Die Procfit GmbH, genau, das ist meine Frage.
00:27:14: Procfit,
00:27:15: wie bist du auf den Namen gekommen?
00:27:17: Ah ja, das ist jetzt ziemlich simple Fit in Procurement.
00:27:20: Fit
00:27:20: in Procurement.
00:27:21: Fit
00:27:21: zu Einkauf, Procfit, genau.
00:27:24: Für mich klingt das aber jetzt auch so, dass das was ihr macht und da kommen wir jetzt vielleicht auch mal gleich drauf.
00:27:30: Für mich klingt das auch so nach Sparing, also dass man wirklich bei dir anrufen kann und mit dir gemeinsam überlegt und du Ratschläge gibst und dann gib uns mal so ein... So ein Gefühl für den Prozess.
00:27:40: Also wie arbeitet ihr denn eigentlich?
00:27:43: Genau, ist ein Prozess.
00:27:45: Hast du richtig gesagt, man kann sich bei uns mal eintragen für ein Erstgespräch.
00:27:50: Dann gibt es ein paar Leute in meinem Team, die führen dieses Erstgespräch durch, die schauen mal, ob das grundsätzlich passt.
00:27:55: Und wenn das grundsätzlich passt, dann kommen sie zu mir oder zu einem anderen Experten bei mir in der Firma und dann geht es wirklich ins Detail.
00:28:03: Dann schauen wir uns das Produkt an, dann gibt es eine Strategie.
00:28:08: Da ist natürlich alles kostenlos, da bezahlt man vorab noch nichts dafür.
00:28:12: Wir schauen uns das im Detail an und wir designen wirklich jede Lieferkette anders und wir sagen auch ja, ist komplett in Europa möglich.
00:28:22: Wir sagen nein, bleibt damit in Asien oder gehen nach Asien oder wir würden dieses Mischsystem empfehlen, Systemlieferant Europa.
00:28:32: Produktionasen.
00:28:33: Also da gibt es wirklich eine ehrliche, faire, transparente Beratung.
00:28:36: Es gibt sogar manchmal, ich habe natürlich auch oft sehr, sehr preisensible Kunden.
00:28:43: Also da muss halt ein Zielpreis auch erreicht werden.
00:28:47: Und dafür bieten wir auch Exitoptionen bei uns in der Firma, wo wir sagen, wir machen eine halbe Fabrik für jeder Mann.
00:28:53: Das ist übrigens die Dienstleistung, Fabrik für jeder Mann.
00:28:57: Wir schauen uns den Markt an, holen die Angebote ein.
00:29:00: Präsentieren mal so eine Visibilität-Studie.
00:29:03: Was geht denn in Europa?
00:29:04: Und dann kannst du dich auch entscheiden, hey, ich mache es fertig, das Projekt oder nein.
00:29:09: Jetzt weiß ich, danke, Margot, das weiß ich wirklich, was geht in Europa?
00:29:13: Und ja, dann hat man hier, kann man gut schlafen und weiß man es ein für alle mal.
00:29:19: Also spannend.
00:29:19: Und auch das braucht eine Folge, die Fabrik von jeder Mann.
00:29:23: Da müssen wir nochmal genau reingehen, was das bedeutet.
00:29:26: Ich habe aber jetzt verstanden, wird das gerne nochmal für die Zuhörer zusammenfassen.
00:29:30: Das heißt also, ich habe entweder schon ein Produkt oder ich habe eine Produktidee.
00:29:36: Dann komme ich auf dich zu und bespreche mit dir, was macht Sinn, hol mir deinen Rat ein.
00:29:41: Ich sage, ich hätte Lust, das in Europa zu machen aus den genannten Gründen und echt auch nochmal zusammengefasst.
00:29:47: Ja, auch aus Kostengründen.
00:29:49: Also nicht trotz der Kosten, sondern wegen der Kosten.
00:29:53: Damit ihr zu sprechen und dann schaut ihr.
00:29:56: was ihr machen könnt, welcher Partner dazupassen könnten.
00:30:00: Gebt erst mal nach einer ersten Einschätzung auch die Möglichkeit den Kunden sich dann zu entscheiden, wie geht die Reise weiter.
00:30:06: Genauso ist es.
00:30:07: Wir arbeiten wirklich nur mit Kundinnen, denen wir wirklich helfen können und mit denen wir auch zusammenarbeiten wollen.
00:30:12: Klar
00:30:13: ist ja sonst auch für euch einfach viel zu viel Aufwand.
00:30:15: Also was willst du dich rumärgern, wenn du jetzt sagst, du machst da irgendwelche Heilsbotschaften und Versprechungen und also bringt euch ja auch nichts weiter.
00:30:24: Ja voll und ich sag's dir.
00:30:26: Es kommen mittlerweile pro Monat hundertvierzig Bewerbungen rein zu uns, also hundertvierzig Anmeldungen für ein Erstgespräch.
00:30:34: Und wir machen so im Monat, machen wir zehn bis fünfzehn Fabriken, Neuprojekte starten wir.
00:30:41: Also da können wir gar nicht jeden, jeden nehmen.
00:30:44: Und deswegen diese Beratung auch im Vorfeld und diese Selektion und und Europa Sourcing.
00:30:49: Und das freut mich.
00:30:51: Und deswegen auch jetzt zu diesem Zeitpunkt dieser Podcast.
00:30:55: ist im Trend.
00:30:57: Ich spüre das, ich merke das.
00:30:59: Also die Leute klopfen an, sie wollen und sie merken, das ist kein Fake, was wir da kommunizieren.
00:31:05: Das ist kein Wunschstraum, es ist möglich.
00:31:09: Wir sind möglich Macher für Europasourcing.
00:31:12: Es geht.
00:31:13: Oh, was
00:31:14: für ein schöner Satz, Margot.
00:31:17: Das müssen wir mal sagen.
00:31:18: Wir haben uns in dieses Gespräch reingeworfen.
00:31:21: Wir haben gesagt, wir machen hier kein Skript.
00:31:23: Wir stellen Fragen.
00:31:24: Ich darf nicht alles fragen.
00:31:26: Ja.
00:31:27: Wir gehen hier rein.
00:31:28: Aber wir hätten wir es geskriptet.
00:31:30: Also der Satz war ja jetzt gerade ganz toll.
00:31:33: Das finde ich total schön.
00:31:36: Ja, ich kann mir das gut vorstellen.
00:31:37: So mein Bauchgefühl sagt das auch.
00:31:40: Das Bewusstsein hat sich geändert.
00:31:41: Das Einkaufsverhalten hat sich verändert.
00:31:43: Ich glaube auch, korrigiere mich.
00:31:47: auch dieses Thema Langlebigkeit von von Produkten.
00:31:50: Da gibt es nicht nur, es gibt auch den Markt, der sagt, Wegwerftlamotten, Schein raus und weg damit.
00:31:56: Aber es gibt eben auch, und das merke ich bei mir selber, in meinem Umfeld, ich muss es nicht immer alles neu haben, nur weil es noch ein Feature mehr hat.
00:32:05: Ich kann ein iPhone länger benutzen, ich kann die Evente Kashmere mal zehn Jahre tragen.
00:32:10: Dann ist es nicht der Airfryer mit dem, mit der Doppelschublade, ich habe den nur den mit der Einzelschublade.
00:32:15: Hey, aber Die Wertschätzung gegenüber den Produkten geht vielleicht auch einher gegenüber der Wertschätzung der Menschen, die das herstellt.
00:32:25: Da haben wir noch gar nicht darüber gesprochen, unter welchen Arbeitsbedingungen in Europa die Menschen... ihre Tätigkeit nachgehen können.
00:32:33: Wie schön das ist, dass wir europäische Familien dabei unterstützen, dass sie in Lohn und Brot sind und ihre Kinder auf die Schulen schicken können.
00:32:41: Das kommt ja nochmal alles dazu.
00:32:43: Aber ich würde jetzt gerne noch mal, bevor ich jetzt hier so den großen Weltfriedenausrufe für Europa, ich würde gerne, ich würde gerne mal mit dir über dich sprechen, weil was mich so gewundert hat.
00:32:55: Wir haben hier in der Podcastwelt mit ganz vielen Unternehmern zu tun und ich kann ganz oft einschätzen, wie kommen die auf die Idee, ihr Business zu starten.
00:33:03: Bei dir habe ich mich echt gefragt, hey, wie kommen so eine Frau auf die Idee?
00:33:09: Die Firma Brockfitze Gründenfabrik für jeder Mann.
00:33:12: Also was, wie bist du da hingekommen?
00:33:14: Ja, also das Ganze.
00:33:17: war vor zehn Jahren, als ich meine erste Tochter bekam, Delivia.
00:33:22: Da war ich zu Hause, habe mich sehr viel auch beschäftigt mit der Start-up-Szene, sehr viel mit der Gründerszene und dachte mir, hey, da gibt es so viele tolle Produkte, die hinter draußen und man hört immer wieder, die scheitern.
00:33:42: Und die scheitern, weil sie keinen Hersteller finden oder keinen geeigneten Hersteller finden.
00:33:47: Und dann dachte ich
00:33:48: mir,
00:33:49: hey, Margot, du warst jetzt jahrelang in großen Konzernen tätig, immer im Einkauf.
00:33:54: Du machst das seit Jahren.
00:33:55: Ah,
00:33:55: da kommst du her.
00:33:56: Das hast du also gemacht beruflich.
00:33:58: Ja, genau.
00:33:59: Ich komm beruflich aus der Konzernwelt.
00:34:01: Hab da Einkaufsourcingprokurament sehr gut gelernt.
00:34:06: Und das waren gute Jahre.
00:34:08: Das ist auch wirklich die Basis all meines Tuns.
00:34:12: Das bereue ich auch gar nicht.
00:34:14: Und so kam es dann dazu.
00:34:17: die eigentlich mal die Geburt meiner Tochter ausschlaggebend, ja, die Firma zu gründen.
00:34:23: Wie
00:34:24: schön, wie schön.
00:34:26: Das ist auch toll, wenn man das auch so mit dem Zeitraum so festmachen kann, dass man sagt, man weiß immer, das war das Geburtstag, der Tochter ist ungefähr das Geburtstag der Firma, das finde ich, also das ist eine schöne Kombination, das freut mich.
00:34:41: Aber kannst du noch mal so ein bisschen was dazu sagen?
00:34:43: Du hast gesagt, du hast jahrelang Einkauf gemacht auf Konzernebene.
00:34:47: Mit Sicherheit ja, da ging es um die dritte und vierte und fünfte Nachkommestelle im Einkauf auf Konzernebene.
00:34:55: Oder?
00:34:56: Weil die Bromchen waren das.
00:34:58: oder in welcher Bromchstelle hast du das gemacht?
00:35:00: Also ich habe, glaube ich, echt schon alles eingekauft, was man einkaufen kann.
00:35:04: Begonnen habe ich bei SPA.
00:35:06: Da habe ich die Handelswelt kennengelernt, eine ganz taffe Portrait.
00:35:11: Da lernst du verhandeln, da lernst du... Ja, Strategie.
00:35:15: Da lernst du extrem viel.
00:35:17: Und da habe ich wirklich frisch nach meinem Studium.
00:35:20: Und ich war wirklich sehr jung.
00:35:21: Ich war zwanzig Jahre.
00:35:23: Habe ich einen Einkaufsvolumen.
00:35:24: Das weiß ich noch von vierzig Millionen Euro verwaltet.
00:35:27: Und das war mal Bäm.
00:35:28: Also das gleich mal so in die Hand zu bekommen.
00:35:32: Und das war Learning by Doing.
00:35:34: Wahnsinn.
00:35:35: Ja, das war ziemlich krass.
00:35:36: Aber das war eine Superschule.
00:35:39: Und dann war ich halt noch sehr jung und dachte mir, hu.
00:35:42: Irgendwie, ich will noch was sehen, ich will die andere Seite kennenlernen und ging dann in die Industrie und ging dann zu Nestle nach Frankfurt, nach Deutschland und habe dort jahrelang Kräuter und Gewürze international eingekauft für die ganzen europäischen Werke.
00:35:58: Und da ging es halt wirklich um jeden Cent und da ging es vor allem auch um die Verfügbarkeit.
00:36:03: Also das war ein sehr toughes Business, also das war meine Spar- und meine Nestle-Erfahrung.
00:36:11: Und dann wurde ich halt dann auch noch zur Einkaufsleiterin berufen.
00:36:15: Das war auch spannend.
00:36:17: Das habe ich dann in Wien gemacht, habe dann den Einkauf von Nestle geleitet.
00:36:21: Ja, und dann halt wurde es mal Zeit für Familienplanung.
00:36:25: War auch ein sehr wichtiger und extrem richtiger Schritt in meinem Leben.
00:36:30: Das macht einen ja auch.
00:36:31: Das macht ja auch noch mal was mit einem.
00:36:34: So eine Familiengründung.
00:36:36: Und ja, und in dieser Zeit habe ich dann die Brockfit gegründet und Es ist ja auch so, oder Birgit, geht es dir wahrscheinlich auch so, beruflich ist man ja oft so in der Rolle der Entscheiderin, der Macherin.
00:36:53: Das prägt einen, ja, aber privat bin ich dann auch wirklich gern, weil ich, ja, also da bin ich wirklich jemand, der das Leben genießt, sich bewegt, lacht, inspiriert.
00:37:04: Inspiriert wird, egal ob im Sport, beim Kochen, Architektur, mit Zeit mit meiner Familie.
00:37:10: Also, ja, ich habe zum Glück gelernt, dass, wie soll ich sagen, ich habe gelernt, die Arbeit in mein Leben einzupassen.
00:37:18: Das ist nicht
00:37:20: umgekehrt.
00:37:20: Das
00:37:21: ist so schön.
00:37:22: Wir hatten gerade gestern eine Podcastaufnahme.
00:37:24: Da ging es um diese Begrifflichkeiten, Work-Life Balance, Work-Life Blending.
00:37:30: Und wir waren uns beide, es war ein Unternehmer-Podcast, wir waren uns beide da drin.
00:37:35: Einig.
00:37:36: Es ist total egal, wie das heißt.
00:37:38: Es geht ums Leben.
00:37:39: Es geht um... Du als Unternehmerin und du als Privatperson, das ist eins, du hast nur einmal Zeit und es geht auch darum, dass du in beiden Bereichen glücklich und zufrieden bist.
00:37:50: Wenn du eine glückliche Mutter bist, eine glückliche, ein glückliches Privatleben hast, eine glückliche Margot auf der Privatsite, dann strahlt das in deinen Unternehmen aus und umgekehrt ist es ganz genauso.
00:38:00: Das
00:38:01: glaubt mir, das weißt du auch, das war ein Prozess.
00:38:04: Das war ein Prozess, ich bin jetzt zweiundvierzig, ja?
00:38:07: Das war ein Prozess.
00:38:08: Also früher war ich immer im Modus zu funktionieren.
00:38:11: Es muss noch mehr gehen.
00:38:15: Und dann irgendwann... Ich meine,
00:38:16: bitte, wie toll ist das auch hier.
00:38:17: Ist mal ganz ehrlich, du hast jetzt gerade die Marken genannt.
00:38:20: Also a dream comes true.
00:38:23: Also jeder der BBL studiert und die Chance hat, bei Nestle arbeiten zu können.
00:38:27: Also... Und dann noch Einkauf.
00:38:31: Also diese Kombination, die ist ja wirklich, mein Gott, ich weiß gar nicht, wie oft klingelt bei dir jetzt mal eine ganz kurze Sprungkonversation.
00:38:39: Wie oft klingelt bei dir das Telefon?
00:38:41: oder hat bei dir geklingelt, das jemand gesagt hat, hätten sie nicht Lust bei uns zu arbeiten, du bist doch ein Goldstückchen für jeden, der Einkauf hat.
00:38:48: Du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du,
00:38:51: du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du,
00:38:55: du, du, du, du.
00:38:56: Wenn du an gewissen CV hast und eine gewisse Erfahrung und dich einigermaßen gut ausdrücken kannst im Leben, dann hast du natürlich tolle Jobmöglichkeiten.
00:39:05: Aber die Frage ist, was will ich?
00:39:07: Und für mich ist eines extrem wichtig, diese Selbstbestimmung.
00:39:11: Diese Selbstbestimmung und die Freiheit.
00:39:14: Und das ist, darf ich etwas, was alle Gründerinnen und Gründer auch antreibt, es zu tun.
00:39:20: Und ich liebe jetzt, was ich tue und ich würde es nicht mehr wechseln wollen.
00:39:23: Wie lange machst du das jetzt schon?
00:39:25: Du hast gerade gesagt, deine Tochter ist zehn Jahre alt.
00:39:27: Genau.
00:39:28: Wie lange gibt es ProgFit schon?
00:39:30: Zehn Jahre.
00:39:31: Zehn Jahre.
00:39:32: So, finde ich auch wichtig für die Hörer.
00:39:35: Man sagt ja immer so, ja, Unternehmen, auch erst mal gucken, wie lange es dir auf dem Markt geht.
00:39:40: Also wenn du jetzt gesagt hättest, ein Jahr, ich mich jetzt auch gefragt, ob ich mich jetzt unbedingt schon an dich wende.
00:39:47: Aber toll für alle, die das damals gemacht haben.
00:39:49: Also das ist ja auch schön, weil man braucht auch in den ersten Jahren Kunden, Menschen, die an einen glauben und die sagen, wir machen das jetzt mal gemeinsam.
00:39:57: Was war denn so, was war denn so bislang für dich?
00:39:59: so eines der spannendsten Projekte, die du gemacht hast oder Produkte, wo du gesagt hast, jetzt gehe ich mal auf die Suche?
00:40:05: Boah,
00:40:05: das ist extrem schwer.
00:40:08: Das sind so viele Produkte, die wir da präsentiert bekommen.
00:40:12: Meistens ist es nicht die Idee, die mich fasziniert, sondern die Gründerinnen dahinter.
00:40:16: Die Menschen, die es dann ausmachen, die so brennen für etwas.
00:40:21: Und ich fühle mich da so rein, weil meine ersten drei Jahre waren auch nicht leicht.
00:40:25: Das kannst du mir glauben, als ich die Brockfit gegründet habe.
00:40:28: Da machen es für mich mehr die Menschen, so im Hintergrund aus.
00:40:31: Und ich sage dir, dass ich für manche dann auch... auch sogar ein Coaching mache, also das auch im Programm.
00:40:38: Ich mache so one-to-one Coachings mit gewissen Personen und mit denen bin ich noch immer, auch wenn das Coaching schon vorbei ist, noch immer im Austausch, weil es einfach so spannende Persönlichkeiten sind.
00:40:48: Ja, Margot, auch das ist so eine... Hör ich auch nicht zum ersten Mal, dass es um die Menschen dahinter geht, um die Entscheider, um die Unternehmer, um die Persönlichkeiten und um das Engagement und die Leidenschaft, dass dich das so fasziniert.
00:41:01: Ich wollte dich jetzt nicht so billig daraus lassen.
00:41:03: Ich hätte jetzt gerne gesagt, Birgit, das tollste Produkt war ein relaxes Liegesessel auf Blaspla für die italienische Adria mit integriertem Getränkgehalter und Sonnenschirm irgendwie sowas.
00:41:17: Aber wenn du sagst... Ich kann das verstehen, dass du sagst, all unsere Produkte, die wir mit auf den Markt gebracht haben, sind irgendwo auch deine Babys und denen fühlst du dich verbunden und du möchtest jetzt keinen sehr vorheben.
00:41:30: Ja, genau.
00:41:31: Also, ich würde da jetzt keines Highlighten wollen.
00:41:36: Genau.
00:41:37: Das ist auch sympathisch.
00:41:39: Wollen wir noch mal einen kurzen Blick reinwerfen, wie jetzt europäisches Prokument wirklich funktioniert?
00:41:48: dass wir noch mal so rausgehen aus der Folge.
00:41:50: Also wir haben, glaube ich, jetzt sehr geneugierig gemacht darauf.
00:41:53: Vielleicht ist aber jetzt auch noch mal die Frage, wie packe ich es denn an?
00:41:57: Voll.
00:41:58: Voll.
00:41:59: Da ist einmal das richtige Mindset extrem wichtig.
00:42:02: Man muss das Unterschied mal verstehen.
00:42:05: Man muss verstehen, dass wenn man in Asien eine Lieferkette aufbaut, beginnt sofort jemand mit, die aus Asien zu chatten, ja, über Alibaba oder andere Plattformen.
00:42:15: und ist dann sogar sauer, wenn du nicht gleich bestellst.
00:42:18: Das ist Asen.
00:42:20: In Europa hast du das Gefühl, du rufst an, du schreibst, es meldet sich niemand.
00:42:26: Du hast das Gefühl, die wollen nicht mit mir arbeiten in Europa, die haben keinen Bock oder die haben keine freien Ressourcen und du fragst dich dann mal, hey, was ist denn da los?
00:42:36: Was ist da los?
00:42:37: Also der Unterschied ist, dass du in Europa eine andere herangehensweise brauchst und eine andere Geduld brauchst als in Asien.
00:42:46: Es ist so, ja.
00:42:48: In Europa einen Hersteller zu finden, passiert nicht über ein Telefonat, passiert nicht über eine E-Mail, du brauchst einen gewissen Prozess.
00:42:57: Wir können in einer der nächsten Folgen gerne detailgenau in diesen Prozess einsteigen, aber kurz um, ist es ein Profis, wenn wir es anschreiben, ist es ein NDA?
00:43:07: Ist es eine saubere Ausschreibung als ein Tenderback?
00:43:11: Ist es in die Verhandlung gehen?
00:43:13: Ist es vor Ort hinzugehen, Beziehungsmanagement zu machen?
00:43:18: Das sind so ein paar Punkte, die in Europa einfach extrem wichtig sind.
00:43:21: Und ja, in Europa eine Lieferkette aufzubauen dauert länger, aber sie ist nachhaltiger.
00:43:27: Und dann hast du diese Vorteile, die wir heute schon ein paar Mal hatten.
00:43:32: einen Lieferanten in Europa zu finden, zu suchen, ist anders als in Asen.
00:43:37: In Asen suchst du wirklich nach dem Produkt Namen.
00:43:42: In Europa suchst du einen Hersteller nach dem Herstellungsverfahren.
00:43:48: Also du suchst in Europa
00:43:49: nach Hersteller für Spritzkos.
00:43:51: Ja, hab ich gerade ein Witz, dass du Spritzkost sagst.
00:43:54: Ich wollte
00:43:55: gleich exakt das, wollte ich gerade sagen.
00:43:58: Wir kamen die Spritzkost-Technik in den Kopf, weil wenn ich Spritzkost-Technik kann, dann kann ich damit irgendwas für die Automobil-Zulieferindustrie machen.
00:44:06: Aber ich kann dazu genauso was für ein Gartencenter machen, ne?
00:44:10: Genau.
00:44:11: Also du suchst den Asien zum Beispiel Hersteller für Handyhülle.
00:44:15: Du kennst da diese Handyhüllen mit diesen Blob.
00:44:20: Ja, in Europa suchst du da im Hersteller, die halt Kunststoff produzieren, Spitzungsverfahren.
00:44:27: Ja klar.
00:44:28: Genau, also in Europa funktionieren keine E-Mails, keine Chatboots und es ist ein anderes Mindset, das du da brauchst.
00:44:39: Verzweifeln da einige daran, dass die sagen, hey, in Asien, die rollen mit den Teppich aus.
00:44:43: Sie sind sofort da, die sagen hier, was kann ich für dich tun und es kann losgehen und sind schnell und auf Zack.
00:44:49: Verzweifeln da nicht manche Partner von dir dann auch daran, dass die sagen, ich möchte jetzt gerne einen Auftrag in Europa platzieren.
00:44:55: Aber sorry, wenn die nicht wollen und wenn die nicht in der Lage sind, auf mich zuzukommen und ich dreimal nachfragen muss, dann.
00:45:01: Ja, natürlich macht das was mit einem.
00:45:03: Man fühlt sich daher auch nicht wichtig, wichtig genommen.
00:45:06: Das ist aber auf der anderen Seite genau das, worum es uns gibt.
00:45:10: Also wir machen ja das möglich.
00:45:12: Wir sind ja da die möglichen Macher, die Enabler.
00:45:14: Wir haben ja das Netzwerk.
00:45:16: Wir haben ja den Zugang.
00:45:17: Wir wissen ja, wir wissen ja, wie man arbeitet.
00:45:20: Also wie die richtige Herangehensweise.
00:45:22: Ja, klar.
00:45:22: Ja, das ist doch schon mal gut.
00:45:23: Und ich glaube, es ist auch gut, auch wenn das jetzt so nicht gerade so der positivste Punkt für Europa ist oder einfach anders, sagen wir es mal freundlich so.
00:45:32: Ich glaube, es ist in der Tat schon wichtig für einen selber zu wissen, wie es funktioniert und dass ich mit einer anderen Erwartungshaltung reingehe.
00:45:40: Dass ich weiß, die Erwartung oder der Aufbau, der dauert länger.
00:45:45: Wie du sagst, es ist ein nachhaltiger Prozess und in der Regel ist es ja auch so.
00:45:49: dass das Produkt auch eine Lebensdauer auf dem Markt von ein paar Jahren hat.
00:45:52: Und ich jetzt nicht nur, weil jetzt gerade, ich brauche ja, wenn ich jetzt Christbaumstände oder Heizstrahler verkaufe, mache ich das nächstes Jahr wahrscheinlich auch wieder.
00:46:00: Und nicht nur in den zwanzig, sechsundzwanzig.
00:46:04: Genauso.
00:46:04: Also lohnt
00:46:04: es sich ja auch.
00:46:05: Ja.
00:46:06: Margot, du, also ich bin gerade vor den Socken, Podcastintro, Outro kommen doch dazu.
00:46:12: Wir machen auf keinen Fall die Stunde voll, obwohl ich zwei Stunden mit dir
00:46:17: reden
00:46:17: könnte.
00:46:18: Ich möchte aber vorschlagen, dass du zum Abschluss mit drei Hacks, wie man so schön sagt, rausgehst, mit drei Tipps für deine Hörer.
00:46:29: Sehr gerne.
00:46:30: Tipp Nummer eins oder Tipp.
00:46:33: Ich will einfach so ein paar Kernbotschaften zum Schluss los werden, wo die sensibilisieren und wo man was mitnehmen kann.
00:46:41: Punkt eins vergleicht nicht die Einkaufspreise, sondern rechnet bitte die Gesamtkosten.
00:46:47: Punkt zwei prüft Warngruppen ehrlich, bevor ihr Europa ausschließt.
00:46:53: Punkt drei Thema Mindset.
00:46:57: Es dauert in Europa länger eine Lieferkette aufzubauen.
00:47:00: Es dauert länger einen geeigneten Hersteller zu finden.
00:47:03: Aber wenn man die Lieferkette aufgebaut hat, ist es ein Traum.
00:47:07: Man ist schnell, man ist nachhaltig, man ist voladil und man ist auf der sicheren Seite.
00:47:12: Margot, ganz vielen Dank.
00:47:15: Mit den drei Punkten lassen wir unsere Hörer jetzt mal raus aus der Folge.
00:47:19: Wie gesagt, in den Shownutz findet ihr alles am Kontaktmöglichkeiten.
00:47:22: Du sagst, ihr führt viele Erstgespräche, ihr macht das kostenlos.
00:47:26: Also nutzt, wenn ihr Lust habt, gerne die Chance mit Margot in Kontakt zu treten.
00:47:31: Ich habe sie über LinkedIn gefunden.
00:47:33: Also auch dort ist sie präsent, aber auch dort findet ihr alles in den Shownutz.
00:47:38: Und Margot, hat es dir Spaß gemacht?
00:47:41: Ja, ich hab das merkt, man.
00:47:43: Ich hab viel geschmunzelt, viel gelacht.
00:47:46: Die Hörerinnen sehen das ja nicht, aber ich glaub, man spürt das.
00:47:50: Es hat mir extrem Spaß gemacht.
00:47:51: Ich freu mich schon auf den nächsten Folgen gemeinsam mit dir.
00:47:55: Da werden wir auch wirklich bei einzelnen Themen dann in die Tiefe gehen.
00:47:59: Wir werden auch schauen, was die Leute jetzt schreiben, was die Fragestellungen sind, was die Bedenken sind.
00:48:05: Und da werden wir gut drauf einigen.
00:48:07: Und ich werde auch den einen oder anderen Gast einladen.
00:48:11: Ja, der vielleicht auch ein bekanntes Gesicht ist, ja, in der Szene.
00:48:15: Sehr
00:48:15: gut.
00:48:15: Und dann werden wir
00:48:17: mal ein Dreiergespräch auch machen, schlag ich vor.
00:48:20: Ah,
00:48:20: super, super.
00:48:21: Also ich find's immer so ganz angenehm.
00:48:23: Ich bin eine Leseratte.
00:48:24: Du siehst hinter mir Bücher, Regale, die sind, es gibt keinen Raum ohne Bücher.
00:48:28: Aber ich liebe es, Menschen zuzuhören.
00:48:32: Und ich hoffe, dass das jetzt auch etwas ist, was ganz vielen hören zu geht.
00:48:35: Dass man eben nicht nur, ne, ich reibe nicht mal an Pogfeld, sondern, dass wir jetzt die Chance haben, dich einmal kennenzulernen, auch dich als Person.
00:48:42: Großartig.
00:48:44: Auf ins neue Jahr mit neuen Folgen.
00:48:46: Ich freu mich drauf.
00:48:47: Ebenso.
00:48:48: Danke Birgit.
00:48:49: Bis zum nächsten Mal.
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